8/31/
wir bringen Katja und Natalia zum LAX. Da ihr Flug am Samstag bereits um 8 losgeht, hatte ich zuvor ein Hotelzimmer direkt neben dem Airport gebucht. Wichtigstes Kriterium: Pool. Frühstück war nicht dabei, wir wollten noch vor 6 aufbrechen.
Wir kommen abends in LA an, die Kinder und ich springen sogleich in den Pool und spielen dort Hai: abwechselnd einer ist Hai, die anderen versuchen vor ihm/ihr zu fliehen. Natalia geniesst derweil das Fernsehprogramm: Dirty Dancing aus den 80ern. Mit Katja mache ich mich auf die Suche nach einem Betthupferl. Wir finden einen Ralphs und kaufen Donuts, nach Katjas Wunsch. Achtung: die schmecken nur einen und den nächsten Tag lang gut!
Nach erholsamem Schlaf im Hotelzimmer stehen wir früh auf und fahren zum Terminal 5 am LAX. Es gibt insgesamt 6 Terminals, an denen man in einem Halbkreis entlang fährt. Wir stellen fest: Parkhaus gibt es für die Departures keins, dafür kostenloses Kurzparken direkt vor den Terminals. Wir dürfen jedoch nicht lange halten und so müssen wir die beiden schnell verabschieden.
Anton und ich kehren nochmal zurück ins Hotel, Anton schaut noch ein bisserl TV. Wir fahren zum Exposition Park. Am Gelände haben sich zahlreiche Anwohner auf das Bereitstellen von Parkmöglichkeiten spezialisiert. Dort unmittelbar Parken kostet 80 $, einen Block weiter sind es noch 60, dann 30, dann 20 Dollar. Vier Blocks entfernt vom Stadium sind die Parkplätze schließlich kostenlos. Das Viertel ist jedoch nicht gut, so lasse ich das Auto mit einem halb guten Gefühl zurück.
Überall stehen Polizisten, sie sind sehr freundlich und gesprächsbereit. Vor dem Coliseum versammeln viele USC Fans. Solche die keine Karten haben, sitzen mit BBQ Ausrüstung, riesigen Fernsehern und SAT Schüsseln direkt vor dem Stadium und schauen sich die TV-Übertragung an. Es herrscht lockere Campingatmosphäre.
Einweihung der neuen Arena: American Football: USC gegen ...?
Wir wollen das Science Center besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos. Zusätzlich holen wir Karten für einen iMax Film und das Endeavour Spaceshuttle. Das Science Center kann man mit dem deutschen Museum in München vergleichen. Es ist nicht so gross, beherbergt dennoch äußerst interessant Originale, wie mehrere Raumfähren der Mercury, Gemini und Apollo Missionen. Für Kinder gibt es in der Ausstellung viel zu entdecken und selbst auszuprobieren.
Um 12:30 beginnt der iMax Film. Projiziert wird auf eine gigantische Leinwand, mit der 3D-Brille und zahlreichen Lautsprechern sitzen wir inmitten des Geschehens. Gezeigt wird ein Film über vergangene Raumfahrtprogramme, es folgt ein Ausblick auf die Zukunft, die Eroberung und Besiedelung des Mars. Ab und zu fliegen in 3D projizierte Objekte in Richtung des Publikums, so dass sich diese vermeintlich mit der Hand auffangen lassen. Aber es ist natürlich nur eine Illusion, wir sind eben in der Nähe Hollywoods :-)
Nach dem Film besuchen wir die Endeavor Halle. Mr. Fleischmann, ein ehemaliger Mitarbeiter im Shuttle Programm, erklärt mir den Aufbau und die Anordnung der Wärmeschutzkacheln. Anton darf den Anflug des Shuttles in einer Computersimulation auf die Landebahn selbst steuern. Das Shuttle hatte zwar ein automatisches Landesystem (mit der Rechenpower weit geringer als der eines aktuellen iPhones), doch gab es meist geübte Flieger in der Crew, die das Shuttle lieber selbst steuern wollten. Es hatte den Spitznamen "flying brick", also fliegender Ziegelstein. Anton gelang die Landung einigermassen und so bekam er ein Abzeichen, das ihn fortan an dieses Erlebnis erinnern kann.
Das Football Spiel ist inzwischen zu Ende. Wir gehen zurück zum Auto und fahren dann quer durch die Stadt Richtung Venice. Los Angeles ist eine Stadt mit gigantischer Ausdehnung, wir fahren durch nicht endende Strassenzüge. Es wechseln sich eher verwahrloste Stadtteile (...) mit Szenevierteln (Culver City) und schicken Wohngegenden (...) ab.
In Venice besuchen wir eine Public Library. Anton findet Comics, ich blättere in einer Maker-Zeitschrift. Die Bücherei ist prima, wir sind jedoch spät dran, sie schließen gleich (17:30). Wir parken etwa einen Block vom Strand. Anton möchte unbedingt die Roller von Bird ausprobieren. Wir finden einen zu 80% aufgeladenen und fahren zu zweit Richtung Venice Beach. Das Rollerfahren ist nicht billig, für etwa eine Viertelstunde fallen 5 Dollar Gebühren an. Wir haben allerdings zwischendurch Probleme, den Roller wieder freizuschalten. Dies haben offenbar auch andere. Wir sehen eine ganze Reihe zerbeulter, gar verbogener Roller.
Venice Beach ist ein faszinierendes Eldorado zum Verbringen der Freizeit. Sei es einfach anderen bei deren Freizeitbeschäftigung zuzuschauen: Skateboarden, tanzen, Rollschuhfahren. Viele schaffen eine zusätzliche "Wohlfühlatmosphäre" für sich selbst und die Umgebenden: Boombox auf Fahrrad, Roller oder Skateboard.
Eine Grupper junger Afrikaner (Motto: "Sammeln für National Negro Fund") haben eine irrwitzige Methode gefunden, Geld zu verdienen: Sie verteilen 20 Dollar Scheine an Kinder oder Erwachsene und bringen diese dazu, sich in einer Reihe aufzustellen. Einer aus der Gruppe der Schausteller, soll diese Reihe in einem gewaltigem Sprung überqueren, ohne sich selbst oder die Aufgereihten zu verletzen. Es versammelt sich eine Menschentraube rund um dieses Geschehen. Nun beginnt der eigentliche Teil der Aufführung. 4-5 junge Männer sammeln Geld und verkünden dann laut, aus welchem Teil des Welt dieses Geld für das Schaustück gespendet wurde. Südamerika, Europa oder auch Ventura oder Los Angeles. Dies geschieht in einer solchen Art, dass die Anwesen angestachelt werden, 20, 50 oder gar 60 Dollar zu spenden. Zuletzt werden gar die armen Tröpfe, die sich aufgereiht haben, noch dazu gebracht, 40 oder mehr Dollar zu geben, um sich freizukaufen. (Die Reihe ist anfangs viel zu lang, um übersprungen zu werden). Der Moderator versteht es dabei, die "rich white men" in Zahlungsbereitschaft zu drängen. Schliesslich nach etwa einer halben Stunde Geldeinsammeln, folgt der nur Sekunden dauernde, aber nicht unspektakuläre Sprung. Der erzielte Gewinn beläuft sich vermutlich auf mehrere Hundert Dollar in der halben Stunde.
Venice Beach ist faszinierend, Venice ist ein hipper, schicker Stadtteil. Wir treten die Rückfahrt an, cruisen durch Culver City, ebenso ein schicker Stadtteil mit gut besuchten Restaurants und netten Vierteln. Wollen wir wieder besuchen. Wir nehmen zurück nicht direkt den Freeway, sondern den Highway 1 entlang der Küste. Anton findet den Beginn der Route 66. Hinter Malibu Beach zweigen wir auf die 23 ab, über Topanga Park Richtung Woodland Hills. Spät, kurz nach 10 p.m. gelangen wir in der Laguna Street in SB an und fallen müde ins Bett.
Anton verbringt das vierte und das darauf folgende Schuljahr ........................................... in den USA. Hier wird er von seinen Erlebnissen berichten.
Sonntag, 9. September 2018
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We fixed it
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6. / 7. ==== Sa. ?? (irgendwo im Westen der USA ...) *** das übliche Problem, zu spät geschrieben, Details sind nicht mehr präsent **...
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