Donnerstag, 18. Juli 2019

summer vacation, day2

day2: Fresno -> Sequioa NP

Im Hotel leckeres Frühstück, es gibt Speck, Rührei, Bratkartoffeln, Waffeln. Der Orangensaft schmeckt sehr gut, besonders da Katja ihn mir stets nachfüllt. Der Kaffee ist dagegen grauslig. Der Frühstücksraum ist klein, zahlreiche Gäste drängeln sich. Wir setzen uns nach draußen. Treffen ein junges dt. Paar aus Atlanta, ebenso Einwanderer, die fast unsere identische Tour machen. Sie bieten uns freundlicherweise ihr Sequoia Nationalpark-Ticket an. Es ist noch 6 von 7 Tagen gültig. Wir lehnen dankend ab, da wir Anton's Viertklässler-Ticket-Gutschein eintauschen wollen.

Natalia hat Probleme mit ihrer Haut. Bei der Suche nach einem Dermatologen fällt auf: ich bin bei der Krankenversicherung nicht gelistet. Nach einiger Telefon Odyssee wird klar: ich bin nicht bei Blue Cross California, sondern bei Blue Cross South Carolina. Alles okay. Rufe einen bei der KV gelisteten Hautarzt (Dermatologist) an, das Gespräch dauert fast 45 Minuten. Erst gegen Ende des Anrufs bemerken wir: Die Email kommt nicht an. Die Telefonistin hatte meinen Nachnamen falsch geschrieben, "Sehulz". Einen Arzttermin gibt es jedoch nicht. Stattdessen schicken wir 3 Fotos von Natalia per Email. Irgendwo (ich vermute durch ein Deep Learning Netz) werden die Fotos ausgewertet. Danach erst ist der Termin beim Arzt.

Kommen um 10:45 los. Natalia fährt. Der BMW ist fast wieder trocken, nach dem Volltanken bekommt er ~4l Öl, welches er dankbar schluckt. Auf Wunsch der Kinder kaufen wir im Walmart unsere Verzehr für den Tag ein. Ein Markt der Walmart-Kette entspricht in etwa dem Globus in Simmern. Hier kann man alles kaufen. Die Kinder lieben solche Märkte, da es eine große Spielwaren- und ebenso eine Technik Abteilung gibt. Sie bekommen Roblox Figuren, Natalia und ich trinken Kaffee im Starbucks.

Am Wegesrand finden wir Holzschnitzfiguren: Eine zeigt John Muir, den "Vater der Nationalparks". Weiter geht es durch sanfte Hügel bis zum Lake Kaweah / three Rivers. Nach kurzem Stau erhalten wir Einfahrt in den Park. Anton bekommt sein Ticket, für das er ein Formular selbst ausfüllen muss! Auch erhalten wir eine Landkarte und ein Bepperl für die Windschutzscheibe. Das Nationalpark Ticket gilt bereits das ganze Jahr: seit September 2018 bis Ende August 2019. Glücklicherweise hatte Susan, die Mutter von Ethan, uns diesen Hinweis gegeben.

Die Strasse windet sich nun stets entlang eines kräftigen Gebirgsflusses, dem Kaweah River. Hinweisschilder warnen, nicht darin zu schwimmen. Beim Betrachten der munter rauschenden Strudel und gurgelnden Wellen ist es so, als ob sich deren Kraft auf den Betrachter überträgt. Ich halte immer wieder an und mache Fotos von der Kulisse. Von unten sehen wir den Moro Rock und wie winzige Ameisen darauf, Menschen, die ihn erklimmen. Wir sind im Hochgebirge, der BMW arbeitet und schiebt uns mit jedem gefahrenen Meter auch ein Stück höher. Große Boulder und imposante Felswände versetzen uns in Ehrfurcht.

Schließlich fahren wir in einen Wald. Es ist kühl hier, erste Sequoias stemmen sich neben der Strasse aus dem Boden. Diese Könige der Bäume stehen wie Solitäre in dem Wald und behaupten viel Platz um sich. Ab und zu wachsen jedoch 2 oder sogar 3 von ihnen auf einem Platz. Zwischen zwei solcher Riesen stelle ich mich und mache ein Foto. Wir fahren weiter bis zum Museum, jedoch sind dort alle Parkplätze belegt. Also weiter bis zum Forest of Giants.

Forest of Giants

An einer wunderschönen Wiese (Meadow) hoch oben im Gebirgswald sind ideale Bedingungen für riesige Sequoias. Sie stehen am Rande der Wiese. Ein Sequoia hatte sich zu weit nach vorne gewagt und in der sumpfigen Wiese nicht genug Halt gefunden. Irgendwann war er umgestürzt und lag nun wie in Steg auf der feuchten Wiese. Wir klettern auf riesige Boulder und machen tolle Fotos von oben. Das macht uns großen Spaß. Natalia fotografiert uns von unten und wir sie von oben. Alle Sequoias zeigen Spuren von Brand. Manche haben riesige "Wunden", man kann durch einige sogar hindurch gehen. Später im Museum lernen wir: Feuer ist Gefahr und gleichzeitig Lebensgrundlage für die gigantischen Bäume. Nur in der fruchtbaren Asche können ihre Samen aufgehen. Im Museum lernen wir noch weitere Details, diese ergeben Inhalt für einen eigenen Artikel.

Der General Sherman Tree steht in einem hinteren Teil des Waldes. Wir fahren mit dem Auto dorthin, die Kinder bleiben im Auto, Anton hat Probleme mit der Verdauung. Natalia und ich gehen zu dem größten lebenden Baum. *) Produkt aus Höhe und Umfang.

Nun sind wir lange genug gelaufen, zurück nach Fresno. Am Straßenrand ein Reh. Wir fahren noch lange, auch durch einen Teil des Sequoia Forests / Kings Canyon Nationalparks. Katja ist hungrig und nörgelt. Das wird in den kommenden Tagen noch zunehmen! An einer Station gibt es nichts "Gescheites" zum Essen. Erst nach Einbruch der Dunkelheit sind wir wieder aus dem Park. Lange Abfahrt nach Fresno, der BMW saust sicher die kurvige Bergstraße hinunter. Unser Abendessen ist auf dem McDonalds Parkplatz.

Um 22:30 finden wir uns im Hotel ein und neigen uns gleich in Richtung Bett. Ich chatte noch mit Nan, wir wollen uns morgen um 7:30 im Yosemite Valley treffen.

Mittwoch, 17. Juli 2019

summer vacation, day1

day1 : SB -> Fresno

Wir kommen spät los, geplant war 10, es wird jedoch 11:30. Katja hat Ihren Löwen vergessen. Wir halten an der Arrellaga. Natalia bleibt mit dem Vorderreifen am Bordstein hängen. Nach dieser Dramatik weiter zum 101.

Erster Halt nach etwa 30 Meilen beim Starbucks in Buellton. Inzwischen ist es Mittag. Genau gegenüber ist ein Habit, den hat Katja erspäht und will dorthin. Sie treibt es auf die Spitze und wir geraten aneinander. Schließlich einigen wir uns auf den Habit in Santa Maria. Den kennen wir bereits. Doch der Streß geht weiter, Katja mag draussen, Anton und Talia drinnen essen. Mir ist es egal. Schließlich geraten Katja und Natalia aneinander und so essen alle außer Katja. Ich setze mich dann anschließend mit ihr 'raus.

Auf dem 101 cruisen wir vorbei an Santa Margerita und Atascadero, hier verpassen wir die 41, die nur klein auf dem Ausfahrtschild steht. Fahrerwechsel, ich übernehme von Natalia. Wir fahren durch grasbewachsene Hügel, viele Rinder grasen hier, dunkle Angus-Rasse. Tolle Landschaft, sanfte Hügel, kräftiger Wind schüttelt das grüngelbe Gras durch.

Wir halten in Shandon. Neben der Straße liegt ein großes umzäuntes Gelände mit einem Kids world (Spielplatz) darin. Dahinter ein Freibad mit zwei großen Pools. Freier Eintritt für Kinder, Erwachsene zahlen 5 USD. Der Bademeister berichtet auf Nachfrage: Die Wassertemperatur beträgt 77 Grad. Da wir noch rechtzeitig in Fresno ankommen wollen, schlagen wir Katja's Wunsch zu schwimmen aus. Nach einiger Rast und Turnübungen an den Gerüsten fahren wir weiter.

Wir kommen vorbei an der James Dean Memorial Junction. Highway 41 und 46 treffen sich hier. Natalia's und meine Meinung gehen auseinander, wir brauchen einen Faktencheck! Tatsächlich, hier ist der berühmte Schauspieler ums Leben gekommen.

Wir fahren auf Fresno zu. Inzwischen ist die Temperatur angestiegen, draußen sind es 93 Grad. Das Autofahren ist sehr anstrengend. Im Heck haben die Kinder gute Laune, Anton ist King Julien, Katja ist Maurice. Die Stimmen kennen wir aus Madagaskar. Kurz nach 6 kommen wir in Fresno an.

Auf der Karte machen wir einen Park in der Stadtmitte aus. Hier ist jedoch tote Hose. Wir kurven weiter mit dem Auto. Kein Mensch zu sehen in der Halb-Millionen Stadt. Schließlich haben wir die Idee, auf zum Chukchansi Park. Der ist ein Baseball Stadion. Viel los hier, Eintrittskarten werden noch verkauft, als wir vorbeifahren.

Wir parken fast an der vorherigen Stelle. Sind nur einen Block entfernt vom Stadion. Auf der anderen Seite des Stadions wurden uns Parkplätze für 10 USD angeboten. Neben dem Stadion ist der Beer district. Hier ist eine Art Partyzone eingerichtet. Es werden 20 Sorten Beer vom Tub ausgeschenkt. Trinke ein Fruchtbier, sehr lecker. Bierbänke sind aufgestellt, verschiedene Catering-Trucks bieten Essen an. Ein weiblicher DJ legt auf. Die Kinder spielen 4 gewinnt in groß. Um sie davon wegzulocken (andere wollen auch spielen), spendiere ich ihnen ein Eis. Als Nahrungsergänzung: Texas-Style BBQ Brisket und Kaktussalat. Lecker!

Der Aufenthalt in der Beerzone und die Verköstigungen darin haben etliche neue Energie in uns hervorgerufen. Entspannt spazieren wir zum Auto am Stadion vorbei. Dort beginnt das Spiel. Es wird allmählich dunkel. Wir fahren per Navi zum Hotel, sehen erste Fireworks. Parken am Hotel, einchecken. Gehen nochmal 'raus, um Feuerwerk zu sehen. An der Kreuzung treffen wir einen Rollstuhlfahrer aus Phoenix. Auf der anderen Straßenseite liegt McDonalds. Wir holen ein Nachtmenü. Anton und ich gehen noch schwimmen. Let's call it a day - Einschlafen.

Montag, 1. Juli 2019

Red Rocks reloaded

Sa, 29.6.'19

Der gefühlt erste Tag seit den starken Regenfällen im Februar, der bereits morgens mit gutem Wetter startet. Der Juni-Nebel ist offenbar überwunden. Wir fahren recht früh gegen 10:00 Uhr los zum Los Padres National Forest. Auf der 154 fällt mir auf: wir haben den Free Pass von Anton (Fourth Grader) vergessen. Doch der Parkranger ist großzügig. Ich halte nur das iPhone hoch, mit der elektronischen Variante des Passes, er winkt uns durch. Es macht großen Spaß durch die Flusspassagen mit "Schmackes" = hoher Geschwindigkeit zu fahren. Das Wasser spritzt hoch bis zur Windschutzscheibe. Auch die Kinder, die durch die Heckscheiben rausschauen, werden nass.

Das Flusstal des Santa Ynez River ist von einzigartiger Schönheit. Mit seinen grünen Auen bildet es eine Oase inmitten des im Sommer verdörrten Hinterlandes der Pazifikküste. Bis Ende August trocknet der Fluss jedoch aus und es bleiben dann nur sehr wenige Wasserlöcher übrig. In diesen sind Anton und ich im letzten Herbst geschwommen.

Wir halten an der ersten Möglichkeit. Nach kurzem Hike durch den Busch treffen wir auf einen blau grün schillernden See, dessen Ufer von hohem Gras bewachsen sind. Hier wird deutlich, warum die Straße "Paradise road" heißt. Leider schwirren hier viele Mücken, Natalia muss sie dauernd abwehren. Die Kinder und ich schwimmen durch den See auf die andere Seite, Anton alleine, Katja braucht noch Hilfe. Wir trauen dem grünlichen Wasser noch nicht so ganz, verhalten uns leise und umsichtig (Krokodile hier?). Nach der feinen Abkühlung packen wir ein und fahren weiter.

Die zweite Stelle liegt etwa in der Mitte des Parks. Die Kinder wollen zunächst auf keinen Fall aussteigen. Anton mag nur zu der Stelle von letztem Jahr. Großer Protest. Schließlich entdecken wir hier eine paradiesische Stelle. Der Fluss springt munter durch ein Birkenwäldchen, dabei überquert sein Wasser kleine Stufen. Danach biegt er abrupt ab und fließt in einen kleinen See. Auf der anderen Seite ragt ein großer Fels aus dem Wasser. Von diesem Fels kann man aus verschiedenen Höhen in den See springen. Gleichzeit dient der Fluss als Gegenstrom-Anlage.

Alle lieben diesen natürlichen Schwimmteich, so beschließen wir, am Sonntag wiederzukommen. Seitenhieb: Unser Abendessen ist derart schlecht geplant und organisiert, dass ich ohne gegessen zu haben, ins Kino gehe: John Wick, Teil 3. Die anderen essen indes Hühnersuppe.

So.

Nachmittags starten wir erneut zu den Red Rocks. Diesmal prüft der Ranger Chef unseren Zutritt. Er lässt uns nicht rein, kennt den Free Pass nicht. Unbeeindruckt verlangt er 10 Dollar day use. Wir drehen eine Runde, fahren nochmal zum Parkeingang. Diesmal gewährt uns seine Kollegin kostenlosen Einlass. Sie tut dies jedoch nicht ohne nochmal darauf hinzuweisen, dass das Land zwar federal sei, es aber eine Community permission (o.Ä.) gebe zur Nutzung des Parks. Da es schon spät ist, dürfen wir kostenlos hinein.

Heute ist der Park sehr voll. Letztes Jahr im September waren Anton und ich hier fast alleine. Leider hinterlassen die zahlreichen Besucher viel Müll, leere Chipstüten, Kronkorken, Plastikflaschen, Plastikbesteck etc. Ich räume einigen Müll zusammen. Da jedoch keine Behälter aufgestellt sind, lasse ich diesen am Ufer liegen.


Mo, 1.7.'19

Seit heute ist Plastik-Besteck in Kalifornien verboten. Die Radiokommentatoren ergänzen nicht ohne einen sarkastischen Unterton, dass die Plastiktüten bereits schon mal verboten waren. Als darauf andere entgegneten, es würden für die Papiertüten zu viele Bäume gefällt, wurden Plastiktüten wieder erlaubt.

Samstag, 22. Juni 2019

Halbzeit

Samstag, 22.6.'19

Summer Solstice. Auf diesen Tag haben viele gewartet oder darauf hingearbeitet. In der Kulturschmiede an der Laguna wurde schon seit Wochen (oder Tagen) an Floatern gebaut. Die Parade startet an der Cota, marschiert über die State Street und biegt an der Sola in den Alameda Park ein. Dort löst sie sich auf. Im Park sind verschiedene Bühnen aufgebaut, dazwischen eine abgezäunte "Bierzone" und etwas abseits eine Kinderbühne. Anton und Ider sitzen im Publikum der Kinderbühne und hören gebannt jungen Sängern zu, die meist nur mit Gitarre und ihrer Stimme wirklich gute Stücke "performen" (wie heißt das auf dt.?).

Fahre abends zum zweiten Mal die große Route (s. Abb). Google veranschlagt meine Fahrtzeit recht präzise:



Sonntag, 23.6.'19

Heute bin ich ziemlich genau 1 Jahr in den USA. Es war ein sehr anstrengendes, aber vor allem auch sehr erlebnisreiches Jahr. Vormittags muss ich alles mögliche erledigen, Rechnungen bezahlen etc.

Am späten Nachmittag fahren wir zum Shoreline Park. Der Park trohnt etwa 30 Fuß oberhalb des Meeresspiegels. Hier ist ein prima Rasen, es ist windig. Wir spielen Baseball, Fußball und "Klett"ball. Anton vergisst leider seine Uhr. Wir fahren am nächsten Morgen um 9:00 zum Suchen, aber da ist die Uhr schon weg. Die kommende Woche ist Anton zusammen mit seinen Freunden in einem "Moviecamp", aber davon wird er vielleicht selbst berichten.

Sonntag, 16. Juni 2019

CVPR


Kommende Woche findet die wichtigste Konferenz zu Computer Vision und Pattern Recognition ganz in unserer Nähe statt. Die CVPR 2019 in Long Beach.
Ich habe rechtzeitig Karten bestellt und so fahren wir heute in die Halb-Millionen Stadt südlich von Los Angeles. Unser Hotel liegt etwas abseits in Redondo Beach, dort sind die Preise noch etwas zurückhaltender, der Ort ist touristisch weniger bekannt.

Katja's Tag

heute ist Montag. wir waren mit Mogi ider  und  irmun das sind Antons freunde .
☺wir sind zu einem museum gegangen .das ist ein  Gebäude da wo  die menschen gewohnt haben.
es war heute sehr warm und ich war in einem pullover
danach sind wir zum park gegangen ich und mama und Mogi haben
gegessen und Anton ider und irmun haben gespielt dan waren wir nach hause gegangen ich und Anton und ich haben gemalt dan haben wir gegessen dan gangs auch schon langsam ins bet wir haben
dan noch geh lesen am neksten tag war Dienstag   papa war wie immer als erstes Wach ich habe gelesen dan war das Frühstück papa war schon auf der Arbeit wier wollten in die stat gehen
😋😉aber dan hat Mogi angerufen ob Anton im ymsm schwimmen dan sind wir nicht in die stat gegangen hier waren zu Hause geblieben es ist Abend geworden Anton ist dan wider gekommen😊😋😋 wier haben wider gelesen am nächsten  tag waren wir in der Stadt wir waren in der Bücherei

... nachdem Katja inzwischen mehrere Tage an diesem Artikel "geschrieben" hat, ist es Zeit zur Veröffentlichung.

Montag, 10. Juni 2019

Wochenende 9./10. Juni

Sa.
Samstags-Dreisatz: Kaffee (heute bei Handlebar) - Büroarbeit - Spaghetti

So.
Mit aller Überredungskraft eise ich die Familie morgens um 9:30 von unserer Wohnung los. Natalia fährt, endlich kann ich die Landschaft mal genau betrachten. Im Auto entspinnt sich eine muntere Unterhaltung. Nebenbei lerne ich für den Führerschein. An Buellton fahren wir vorbei und beschließen zum weiteren Mal, die dortige Pferderanch zu besuchen. Auch der Ort scheint einen Besuch wert.

Stattdessen halten wir in Los Alamos. Diese verschlafene kleine Westernstadt wartet mit einem Saloon und Hotel von 1880 auf. Statt berittenen Cowboys nähert sich eine Gruppe Harleyfahrer. Sie parken ihre Maschinen elegant rückwärts und genau vor der Saloontür. Der Ort hält noch andere Feinheiten bereit. Etwa einen Tante Emma Laden, der laut der Kassiererin gar schon von Einwohnern Transylvaniens besucht wurde.

Wir setzen unsere Fahrt Richtung Santa Maria fort. Es ist erst 11:00, die Abstimmung im Auto ergibt, dass 3 Personen schon Essen wollen. Also fahren wir IN das Speiserestaurant, tragen unsere Tabletts mit Leckereien OUT und erfreuen uns an dem wohl bekannten Menü. Anton beschwert sich, dass er seine heiße Schokolade draussen bei hohen Temperaturen trinken muss. Doch wir anderen (ich) ziehen die von der Sonne aufgeheizte Steinbank den gekühlten Plastiksitzen im Inneren vor.

So gestärkt fahren wir die gerade Verbindungslinie nach Guadalupe. Am Parkeingang warten einige Fahrzeuge. Die Rangerin erklärt uns: Ein Wagen muss herausfahren, damit ein anderer hinein darf. Dieser ist ein County Nationalpark, der Eintritt ist frei. Wir erhalten den Hinweis: Es ist Brutzeit, die Dünen sind abgesperrt, betreten verboten. Der nächste Wagen kommt, wir fahren rein. Natalia fragt mich, wann denn der Sand kommt und ob wir durch die Dünen fahren. Angekommen finden wir diesmal einfach einen Parkplatz.

Es ist warm, gleichzeitig weht eine steife Brise direkt am Meer, so dass ein Pullover / Sweater genau richtig ist. Anton, Katja und ich gehen bis zur hochgekrempelten Hose (und weiter) ins Meer. Brrr, kalt. Dennoch sind die Kinder von den kraftvollen Wellen begeistert und ziehen ihre Schwimmsachen an. So gestaltet sich ein munteres hin und her zwischen den Kindern und den stetig heranrollenden Wellen. Zur Abwechslung wandere ich den Strand entlang, allerdings in die "langweilige" Richtung. Auf der anderen Seite ist der Santa Maria River und eine Lagune. Die Sonne brennt, die Hitze fällt bei dem Wind nicht auf, so hole ich mir einen Sonnenbrand an den Unterschenkeln.

Gegen den Protest der Kinder - "Wir wollen sofort zum Wal-Mart" - fahren wir nach Pismo Beach. Die Monarch Butterfly Grove gibt den Weg frei zu einem großen Campingplatz. Dessen grüne Wiesen sind großzügig belegt. Eine sehr entspannte Atmosphäre hier. Ich plane einen Besuch, Natalia ist von Camping nicht so angetan. Wir gehen noch bis zum Strand und erhalten einen feinen Ausblick auf Pismo Beach. Die Stadt ist ein Touristenmagnet. Direkt an dem geschickt gestalteten Pier brechen sich Wellen, Surfer nutzen gekonnt das Auf und Ab und zeigen Ihre Moves.

Einige coole Surfshops sind direkt in die Touri-Meile eingebettet. Ein besonders großer und ausgefallener Shop hat ausgestopfte (heißt das so?) große Fische an der Decke zwischen Boards hängen: Segelfisch, Thunfisch, Mahi Mahi (Goldmakrele), und ein (kleiner) weißer Hai. Wir trinken Latte und essen eine leckere Marzipan-Mandel-tasche in einer Kaffeebar.

Auf der Rückfahrt, sehen wir rechts ein Outlet Center. Dieser Begriff erweckt auf magische Art einen Kaufrausch bei weiten Teilen der Bevölkerung, ich brauche einen Sweater ("Pullover" versteht hier keiner). Nach einigen Fehlbesuchen (Lalf Lauren, Konverse, Wans) finden wir schließlich im Levi's Store zwei Pullover, einen für Anton, einen für mich. Einkaufen macht hungrig - Abendessen auf amerikanisch bei den Golden Arches. Das 10er Pack Nuggets für 4.19$, das 20er für Pack 5$, aufgehorcht! Im Auto lallen, gibbern und glucksen die Kinder auf der hinteren Bank, keiner hört auf oder zu. Nachdem ich Anton eine knalle, gestaltet sich die Rückfahrt etwas ruhiger. Natalia fährt bis Solvang zurück. Das ist eine erhebliche Erleichterung.

We fixed it

12/13/2020 my iPhone screen broke. This happened at Paradise Cove at Big Bear Lake, when Anton asked me for the time. Short after that I had...