Sonntag, 13. Januar 2019

2019 - Unsere erste Woche in den USA

Am Wochenende vor der Abreise trifft sich die Familie bei Oma & Opa. Wir beschließen die gemeinsame Zeit mit leckerem Essen (inkl. Lasagne mit Eiern) da (bei) Antonio im Schieferkeller.

1/7/ Montag
Morgens fahren wir mit dem Zug nach Frankfurt. Mit uns im Zug sitzen Peter Stahl und Familie, die nach Marokko zu Verwandten fliegen. Wir sind viel zu frueh am Flughafen und lassen uns Zeit beim Einchecken. An der ersten Kontrolle faellt uns auf, dass der Stoffbeutel fehlt. An der Stelle, an der wir auf den Trolley umgeladen hatten, befindet sich der Beutel nicht mehr. Bei der Info erfahren wir, er wurde am Schalter 48 gefunden. Dieser ist jedoch ein Automatschalter. Die Damen nebenan erinnern sich schliesslich, das Terminal wurde abgesperrt und der Beutel von der Polizei sichergestellt. Die Damen am Schalter meinen, wir sollten den lieber nicht abholen, die Kosten fuer den Einsatz koennen sich auf weit mehr als tausend Euro belaufen. Die Dame an der Info scheint abgeklaerter, das sei Geschwaetz. Ich kann den Stoffbeutel zum Glueck im Fundbuero abholen. Bearbeitungspauschale 5 EUR.

An der Personenkontrolle fragt der Beamte nach dem Einverständnis der Mutter, haben wir nicht. Starre. Er meint jedoch, wir klaengen glaubwuerdig, Gottlob duerfen wir durch die Kontrolle. Der Flug nach London startet mit einiger Verspaetung, ein Crewmitglied hatte sich verspaetet abgemeldet. In Heathrow muessen wir bei NZAirline erst einchecken, bekommen diesmal Plaetze nebeneinander. Der Flug ist einer der angenehmsten Transatlantikfluege, die ich je erlebte. Die Zeit vergeht wie im Flug. Wir geniessen nicht nur ein grosses Filmangebot, Internetzugang, auch die Getraenke sind samt und sonders kostenlos. Unser Steward beherrscht ein paar Brocken deutsch, die wir zwischendurch austauschen. Getraenke koennen direkt ueber die Konsole bestellt werden und sind kure Zeit spaeter am Platz. Diesen Komfort nutzt auch Anton fleissig aus. Insbesondere das Internet waehrend der Fluges verkuerzt die wahrgenommene Zeit stark, da man sich divers zerstreuen kann.

An der Immigration warten wir diesmal besonders lange und muessen uns durch lange Reihen quaelen. Man koennte meinen, wir seien unerwuenscht. Schliesslich kommen wir nach etwa 2 Stunden aus dem Flughafen und endlich mit dem Mietwagen gegen 23:30 in SB an unserem Haus an.

1/8/ Dienstag
Wir fruehstuecken im 7/11, so wie wir es auch im Okt/Nov getan hatten, als wir im Hotel wohnten. Heisse Schokolade und Croissants. Sind schon um kurz vor 8 an der Schule, um Anton anzumelden. Das geht jedoch nicht so einfach. Neuanmeldung erforderlich. Elektronisch scheitere ich aber schon an den ersten Fragen und so erklaert mir die Sekretaerin am Telefon, ich solle am naechsten Tag einen Zettel ausfuellen und Anton direkt zum Unterricht mitbringen.
Nach der Arbeit fahren wir zum Habit am Milpas. Bestellung: Charburger Menue mit Allem (Cheese, Onion, Pickles). Burger und Pommes schmecken vortrefflich. Wir muessen wir uns eilen. Um fuenf ist noch eine Telco und bis 19 Uhr muss ich den Mietwagen abgeben. Abgabe ist am SB Airport. Hin mit dem Auto und zurueck mit dem Rad, so hatte ich es bereits im Oktober erfolgreich geprobt. Packe das Fahrrad in den Kofferraum. Ueber den 101 sind es etwa 10 min. bis zum Flughafen. Schaetze, die Rueckfahrt mit dem Rad wird etwa 1h dauern. So ist es auch. Etwas kuehl noch. Handschuhe polstern meinen Ruecken aus.

1/9/ Mittwoch
Antons Geburtstag und sein erster Schultag. Vor der Klasse treffen wir Thomas und Tomasito. Ider und Harvey freuen sich, dass Anton zurueck ist. Die Mitschueler sind ganz aufgeregt und rufen "Anton is back". Miss Turner bringen wir Mozartkugeln, fuer die Klasse gibt es Gummibaerchen.
Komme etwas frueher von der Arbeit. Wir fahren zum Essen zum Habit, so hat Anton es sich gewuenscht. Diesmal zum Habit an der State. Kurz zuvor hat es geregnet. Der Habit ist outside only, kein Mensch ist hier. In Anton's Burger fehlt das Meiste, bis auf Fleisch und Salat. Auf Nachfrage gibt's den Rest. Wir sitzen unter der Heizsonne und essen leidlich angenehm.

1/10/ Donnerstag
Bin schon frueh in der Firma, um meinen Vortrag fertigzustellen. Im All hands meeting stelle ich die neue Komponente vor. Nach etwa 5 Minuten bin ich durch, die Kollegen klatschen. Das ist hier jedoch Gang und Gebe. Mittags mache ich einen Spaziergang, es ist schon so warm, dass ich T-Shirt tragen kann.
Nach der Schule beim RAP stellen wir fest: Anton's Cello ist weg. Er hatte es auf der Treppe zur Buehne abgelegt, so wie von Mr. Farell vorgeschlagen. Wir finden es nicht. Schliesslich brechen wir auf zum Essen im In & Out an der Turnpike. Darauf freuen wir uns beide schon. "2 mal Meal 2."
Zu Hause schaue ich die Post durch, finde auf der Wasserrechnung einen Verbrauch von 15 Gallonen pro Tag, und das obschon wir uns gar nicht in der Wohnung aufgehalten hatten.
Anton baut mit Natalia und Tante Margret ein 3er-Gespraech per Whatsapp auf. Das ist ein (relativ) neues Feature. Mindestens einer steht dabei jedoch auf dem Kopf, was zu einiger Erheiterung fuehrt.

1/11/ Freitag
Auf der Arbeit rufe ich in der Schule an, melde den Verlust des Cello. Kurz darauf Rueckruf von Laurie: Das Cello ist wieder aufgetaucht, jemand hatte es ins Lehrerzimmer gebracht.
Gespraech mit Andreas, meinem Teamleiter.
Mittags holen wir Kollegen Nudeln beim Italiener, essen am Strand.
Raeumen das Buero auf, da am Wochenende Besuch von Toyota.
Anton spielt nachmittags bei Ider, Ider's Mum kocht ein koreanisches Bohnengericht. Es schmeckt lecker aber der Geruch bleit in unseren saemtlichen Kleidungsstuecken haengen.
Steve, unser Vermieter, kommt vorbei, erneuert die Batterien am Heizungsregler und uebernimmt die Wasserrechnung.

1/12/ Samstag
Wir sind müde. Kaffee bei Starbucks, Muffin und Cinnamon-Bagel bei Ralphs. Räumen die Wohnung auf, bauen Sessel & Hocker auf.
Zum Einkaufen nach Goleta. Fahren auf dem 101 etwas zu weit, und erfahren daraufhin, dass es in Goleta eine Butterfly Grove gibt. Im Best Buy kaufen wir einen riesigen Fernseher, beim Home Depot Reinigungsmittel für die neue Wohnung. Auf der Rückfahrt hat Anton Kopfschmerzen.
Wir essen beim In & Out (sollte nicht zu oft sein). An der State Street steht ein Schildhalter, der bei SEARS Rabatte bis zu 85% anpreist. Die traditionsreiche Kaufhauskette hat Konkurs (Chapter 11) angemeldet und schließt wohl auch in SB in Kürze. Erkläre Anton, das ist wegen Amazon, das findet er okay. War vormittags und am frühen Nachmittag noch strahlender Sonnenschein (wir parkten im Schatten), so bricht später am Nachmittag der Himmel auf und Regen ergiesst sich über unseren Block. Der Fernseher ist schnell aufgebaut, leider tut's die zusätzlich gekaufte Zimmerantenne nicht. Abends Einkauf bei Ralphs. Der Kühlschrank ist noch nicht eingeschaltet, zunächst also nur ungekühlte Einkäufe. Mit Anton schaue ich abends den Film über Borgward in der ARD Mediathek.

1/13/ Sonntag
Immer noch muede. Bauen den Tisch auf. Erster gemeinsamer Ausflug mit dem Fahrrad in die Stadt. Heute ist es bewoelkt und nicht sonderlich warm. Anton laesst erste Toene auf dem Cello erklingen.
Gehe Spazieren: Shasta, Olive, Prospect, Laguna.
Internet anmelden bei COX, Anton geht zu Ider spielen.

Fazit: Diese Woche gut und fast ausreichend geschlafen, ein bisschen eingelebt und Anton ist froh, direkt gegenueber von seinem besten Freund zu wohnen.

Montag, 12. November 2018

Anton in Germany, Schulpflicht und Recht auf Schule

... da wir Nov und Dez in D sind, muss Anton wieder dort zur Schule gehen.
Es war jedoch nicht so ganz einfach, ihn dort anzumelden.

Die Schreienesch Schule gab sich zunächst kooperativ. Am Montagmorgen saßen Anton und ich in Direktor Nopper's Zimmer und baten um einen Platz für Nov./Dez. Direktor Nopper sagte uns einen  Platz zu, Anton könne am Mittwoch um 8:30 beginnen. Gleichzeitig empfing Anton mahnende Worte, sich in der Schule nichts weiter zuschulden kommen zu lassen. Frau Söchtig hatte ebenso bereits die Nachmittagsbetreuung zugesagt.

Später am Nachmittag bekamen wir jedoch eine Absage. Anton sei in den USA gemeldet, nicht hier, er sei hier nicht versichert und kann ergo nicht zur Schule gehen. So die Weisung vom Schulamt in Markdorf.

Zweite Idee war die Swiss International School. Neben einer Aufnahmegebühr (gehaltsabhängig, bei uns etwa 1000 EUR) fällt eine monatliche Gebühr an. Ein Rückruf eröffnete uns jedoch, dass die 4. Klasse bereits überbelegt sei, mit 24 statt 20 Schülern. Keine Chance.

Drittens gab uns schließlich die ebenso private Bodenseeschule einen testweisen Besuchstermin am Folgetag morgens um 9.

Gleichzeitig hatte ich mit dem Schulamt in Markdorf in Kontakt aufgenommen und bekräftigt, dass Anton in den USA von der Schule abgemeldet ist, dort auch gar nicht gemeldet ist (keine Meldepficht in den USA). Und schließlich ist er ja noch hier in FN gemeldet. Das Schulamt wollte dafür einen Nachweis.

Also radelten Anton und ich am Montag nachmittag zum Rathaus, holten für EUR 10 eine Meldebescheinigung. Diese schickte ich der zuständigen Amtsrätin in Markdorf. Am nächsten Nachmittag erhielt ich eine Email zurück, dass Anton aufgrund der Sachlage nun doch zur Schule gehen dürfe.

Das freute mich und Anton auch, da er nun in seiner alte Klasse darf. Die Bodenseeschule hatten wir mittlerweile on hold gesetzt. Mittwochmorgen rief ich in der Schule an und wir erhielten einen neuen Starttermin am Do für Anton.

Die Klassenlehrerin Frau Hacker salbte Anton und uns mit Ermahnungen über seine Motivation. Gleichzeitig erhielt Anton von mir die Ansage, sich ganz folgsam zu zeigen. Nun ist er bereits 3 Tage zur Schule gegangen.

Samstag, 27. Oktober 2018

Segeln

Am Samstag dem 28/10/18  bin ich mit Papa, Andreas und Lisa die Frau von Andreas.
der capitan war Bart. wir sind mit einem Segelboot raus gefahren .
im Hafen hat Bart noch gelenkt danach Andreas und als wir ein bisschen rausgefahren wahren ,
durfte ich dann endlich fahren.

wir sind fast die ganze zeit nur im kreis gehraren immer zu irgend einer boje und dann zurück
es war sehr windig und das war ein kleines Problem , weil das Steuerruder ist dann immer schwer
zu wenden .

es hat ganz schön gewackelt aber es war o.k. wir haben noch ein bisschen geredet und dann
sind wir zurück gefahren und ich stand den erst der fahrt stand ich vorne am Bug .
am Hafen habe ich dann Papa gesagt wo er lang fahren muss .

Sonntag, 30. September 2018

Wochenende bei harvey

Am 29/9/18 wurde ich von einem Deutsch Amerikanischen jungen Harvey eingeladen.
Es fing um 1 an und hörte um 5 auf.
Anfangs hat er mir  erst einmal sein haus gezeigt in dem er lebt.
(enthält.sein Zimmer,Elternschlafzimmer,Bad,Küche,Esszimmer und Wohnzimmer)
Er hat 3 Katzen und ein Riesen  minecraft    Zimmer.
danach sind wir alle rüber zum 2. haus und das ist so prächtig!
Es ist so zusagen: du kommst Rein und siehst gleich eine holz platte senkrecht vor
dir. danach  gehst (Papa: ... to be continued)

Sonntag, 9. September 2018

Red Rocks

9/9/2018

Unsere Kollegen John und die Dualen Studenten aus FFM besuchten gestern die Red Rocks im Los Padres Nationalpark. Wir wären gerne mitgefahren, besichtigten aber ein Haus. Unser Plan also für heute: die Red Rocks.

Wir fahren hinter La Cumbre auf die 154, die in Richtung Solvang zeigt. Zum Zwischenziel Marcos Pass geht es für einige Zeit bergauf. Auf der Karte hatte ich zwei mögliche Routen identifiziert:
a) eine kürzere aber eng gewundene Strasse oder
b) die Paradise Road, vermutlich bequemer aber länger.

Etwa an der Stelle der Abzweigung sehen wir einen Hinweis zu den Painted Caves. Kurzentschlossen biegen wir ab. Die Strasse steigt sehr steil an, nach einiger Zeit zeigt der BMW eine Öldruckwarnung. Um ihn keinen größeren Strapazen auszusetzen entschließen wir umzudrehen und die besser ausgebaute Strecke zu fahren.


Hinter einer hohen Brücke und einem Vista Point, den wir bereits beim Solvang Ausflug besucht hatten, zweigt die Paradise Road ab. Da ich noch Geld tauschen möchte, kommt uns eine Ranger Station mit Verkaufsmöglichkeiten gerade gelegen. Als wir aussteigen, zeigt sich die Station jedoch als verlassen, im inneren liegen Müll und kaputte Möbel.

Wir setzen unsere Fahrt fort, zwischendurch stelzen riesige Vögel neben der Strasse, offenbar Truthähne. Bei einem Campingplatz steige ich aus, es herrscht brütende Hitze. Nicht los hier, also weiter. Den Eingang des Nationalparks kontrolliert ein Wärterhäuschen, wir zahlen 10 Dollar und erhalten Einfahrt. Auf dem Weg zu den Pools passieren wir mehrfach das Flussbett, der Fluss ist ausgetrocknet. Es wachsen jedoch Laubbäume hier, so dass Wasser entweder nicht sehr tief ist oder vor nicht allzu langer Zeit vorhanden war. Anton findet einen Schnorchel, einen echten, keine Fata Morgana.



Nach einer Weile entdecken wir am Fusse eines großen Felsens einen Pool. Kleidung aus, Schwimmhose an und hinein ins Kühle. Eine Erfrischung ist hier hoch willkommen, das Klima ist heiß und trocken. Barfuß über Asphalt oder Schotter ist eine Fakir Angelegenheit. Am Pool gibt es einen Absprungplatz, zu dem wir uns mit Seilen hochziehen können. Dann geht es mit Schwung abwärts ins Kühle. Den Boden können wir nicht ausmachen, ohne Brille macht es allerdings auch keinen Spaß danach zu suchen.

Der Pool ist tatsächlich ein Teil des Flusses, der Untergrund ist hier wasserundurchlässig. Wir können noch etwa 100m weiter flussaufwärts schwimmen, bis der Pool endet. So erfrischt, kleiden wir uns wieder an und setzen die Fahrt fort, bis zum Ende der Strasse. Dort parken mehrere Gäste. Hier lockt ein weiterer Pool, dessen Oberfläche verführerisch in der Sonne glitzert. Statt eines weiteren Bades, wandern wir jedoch den ausgetrockneten Creek (Wadi) hoch, bis wir einen gigantischen ausgehöhlten und zerfurchten roten Felsen sehen.


Nach kurzer Rast im Schatten kehren wir zum Auto zurück und freuen uns über das wunderbare Naturerlebnis. Wo ließe sich das besser beschließen als im In / Out ?

RED ROCKS!!!

MEIN Tag in den red rocks lief so ab:WIR FUHREN ALS SO UM 12:34 LOS .ERST EINMAL BRAUCHTE PAPA EINEN KAFFE,DANN SIND WIR MEGA KURZ AUF DER AUTO BAHN GEFAHREN, WEIL PAPA HATTE SICH VERTAN  😊.
ER SAGTE :"WÄREN WIR VILEICHT DOCH LIEBER AUF DER AUTOBAHN
GEBLIEBEN?" EGAL. WIR FUHREN ZUR TANKSTELLE FÜR 40$ WIE
IMMER (FAST GANZER TANK VOLL😎)ALSO KOMMEN WIR 
ZUM PUNKT WIR FUHREN NOCH EINE STUNDE UND BLA BLA BLA.
DANN KAM IRGEND WANN SIND WIR DANN ENDLICH ANGEKOMMEN .
DANN MUSSTEN WIR NUR NOCH 5 MILES KRUISEN😳.
JETZT WAREN WIR ENDLICH DA💪😇
ENDE

L.A.

8/31/

wir bringen Katja und Natalia zum LAX. Da ihr Flug am Samstag bereits um 8 losgeht, hatte ich zuvor ein Hotelzimmer direkt neben dem Airport gebucht. Wichtigstes Kriterium: Pool. Frühstück war nicht dabei, wir wollten noch vor 6 aufbrechen.

Wir kommen abends in LA an, die Kinder und ich springen sogleich in den Pool und spielen dort Hai: abwechselnd einer ist Hai, die anderen versuchen vor ihm/ihr zu fliehen. Natalia geniesst derweil das Fernsehprogramm: Dirty Dancing aus den 80ern. Mit Katja mache ich mich auf die Suche nach einem Betthupferl. Wir finden einen Ralphs und kaufen Donuts, nach Katjas Wunsch. Achtung: die schmecken nur einen und den nächsten Tag lang gut!

Nach erholsamem Schlaf im Hotelzimmer stehen wir früh auf und fahren zum Terminal 5 am LAX. Es gibt insgesamt 6 Terminals, an denen man in einem Halbkreis entlang fährt. Wir stellen fest: Parkhaus gibt es für die Departures keins, dafür kostenloses Kurzparken direkt vor den Terminals. Wir dürfen jedoch nicht lange halten und so müssen wir die beiden schnell verabschieden.

Anton und ich kehren nochmal zurück ins Hotel, Anton schaut noch ein bisserl TV. Wir fahren zum Exposition Park. Am Gelände haben sich zahlreiche Anwohner auf das Bereitstellen von Parkmöglichkeiten spezialisiert. Dort unmittelbar Parken kostet 80 $, einen Block weiter sind es noch 60, dann 30, dann 20 Dollar. Vier Blocks entfernt vom Stadium sind die Parkplätze schließlich kostenlos. Das Viertel ist jedoch nicht gut, so lasse ich das Auto mit einem halb guten Gefühl zurück.

Überall stehen Polizisten, sie sind sehr freundlich und gesprächsbereit. Vor dem Coliseum versammeln viele USC Fans. Solche die keine Karten haben, sitzen mit BBQ Ausrüstung, riesigen Fernsehern und SAT Schüsseln direkt vor dem Stadium und schauen sich die TV-Übertragung an. Es herrscht lockere Campingatmosphäre.
Einweihung der neuen Arena: American Football: USC gegen ...?

Wir wollen das Science Center besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos. Zusätzlich holen wir Karten für einen iMax Film und das Endeavour Spaceshuttle. Das Science Center kann man mit dem deutschen Museum in München vergleichen. Es ist nicht so gross, beherbergt dennoch äußerst interessant Originale, wie mehrere Raumfähren der Mercury, Gemini und Apollo Missionen. Für Kinder gibt es in der Ausstellung viel zu entdecken und selbst auszuprobieren.

Um 12:30 beginnt der iMax Film. Projiziert wird auf eine gigantische Leinwand, mit der 3D-Brille und zahlreichen Lautsprechern sitzen wir inmitten des Geschehens. Gezeigt wird ein Film über vergangene Raumfahrtprogramme, es folgt ein Ausblick auf die Zukunft, die Eroberung und Besiedelung des Mars. Ab und zu fliegen in 3D projizierte Objekte in Richtung des Publikums, so dass sich diese vermeintlich mit der Hand auffangen lassen. Aber es ist natürlich nur eine Illusion, wir sind eben in der Nähe Hollywoods :-)

Nach dem Film besuchen wir die Endeavor Halle. Mr. Fleischmann, ein ehemaliger Mitarbeiter im Shuttle Programm, erklärt mir den Aufbau und die Anordnung der Wärmeschutzkacheln. Anton darf den Anflug des Shuttles in einer Computersimulation auf die Landebahn selbst steuern. Das Shuttle hatte zwar ein automatisches Landesystem (mit der Rechenpower weit geringer als der eines aktuellen iPhones), doch gab es meist geübte Flieger in der Crew, die das Shuttle lieber selbst steuern wollten. Es hatte den Spitznamen "flying brick", also fliegender Ziegelstein. Anton gelang die Landung einigermassen und so bekam er ein Abzeichen, das ihn fortan an dieses Erlebnis erinnern kann.

Das Football Spiel ist inzwischen zu Ende. Wir gehen zurück zum Auto und fahren dann quer durch die Stadt Richtung Venice. Los Angeles ist eine Stadt mit gigantischer Ausdehnung, wir fahren durch nicht endende Strassenzüge. Es wechseln sich eher verwahrloste Stadtteile (...) mit Szenevierteln (Culver City) und schicken Wohngegenden (...) ab.

In Venice besuchen wir eine Public Library. Anton findet Comics, ich blättere in einer Maker-Zeitschrift. Die Bücherei ist prima, wir sind jedoch spät dran, sie schließen gleich (17:30). Wir parken etwa einen Block vom Strand. Anton möchte unbedingt die Roller von Bird ausprobieren. Wir finden einen zu 80% aufgeladenen und fahren zu zweit Richtung Venice Beach. Das Rollerfahren ist nicht billig, für etwa eine Viertelstunde fallen 5 Dollar Gebühren an. Wir haben allerdings zwischendurch Probleme, den Roller wieder freizuschalten. Dies haben offenbar auch andere. Wir sehen eine ganze Reihe zerbeulter, gar verbogener Roller.

Venice Beach ist ein faszinierendes Eldorado zum Verbringen der Freizeit. Sei es einfach anderen bei deren Freizeitbeschäftigung zuzuschauen: Skateboarden, tanzen, Rollschuhfahren. Viele schaffen eine zusätzliche "Wohlfühlatmosphäre" für sich selbst und die Umgebenden: Boombox auf Fahrrad, Roller oder Skateboard.

Eine Grupper junger Afrikaner (Motto: "Sammeln für National Negro Fund") haben eine irrwitzige Methode gefunden, Geld zu verdienen: Sie verteilen 20 Dollar Scheine an Kinder oder Erwachsene und bringen diese dazu, sich in einer Reihe aufzustellen. Einer aus der Gruppe der Schausteller, soll diese Reihe in einem gewaltigem Sprung überqueren, ohne sich selbst oder die Aufgereihten zu verletzen. Es versammelt sich eine Menschentraube rund um dieses Geschehen. Nun beginnt der eigentliche Teil der Aufführung. 4-5 junge Männer sammeln Geld und verkünden dann laut, aus welchem Teil des Welt dieses Geld für das Schaustück gespendet wurde. Südamerika, Europa oder auch Ventura oder Los Angeles. Dies geschieht in einer solchen Art, dass die Anwesen angestachelt werden, 20, 50 oder gar 60 Dollar zu spenden. Zuletzt werden gar die armen Tröpfe, die sich aufgereiht haben, noch dazu gebracht, 40 oder mehr Dollar zu geben, um sich freizukaufen. (Die Reihe ist anfangs viel zu lang, um übersprungen zu werden). Der Moderator versteht es dabei, die "rich white men" in Zahlungsbereitschaft zu drängen. Schliesslich nach etwa einer halben Stunde Geldeinsammeln, folgt der nur Sekunden dauernde, aber nicht unspektakuläre Sprung. Der erzielte Gewinn beläuft sich vermutlich auf mehrere Hundert Dollar in der halben Stunde.

Venice Beach ist faszinierend, Venice ist ein hipper, schicker Stadtteil. Wir treten die Rückfahrt an, cruisen durch Culver City, ebenso ein schicker Stadtteil mit gut besuchten Restaurants und netten Vierteln. Wollen wir wieder besuchen. Wir nehmen zurück nicht direkt den Freeway, sondern den Highway 1 entlang der Küste. Anton findet den Beginn der Route 66. Hinter Malibu Beach zweigen wir auf die 23 ab, über Topanga Park Richtung Woodland Hills. Spät, kurz nach 10 p.m. gelangen wir in der Laguna Street in SB an und fallen müde ins Bett.

We fixed it

12/13/2020 my iPhone screen broke. This happened at Paradise Cove at Big Bear Lake, when Anton asked me for the time. Short after that I had...